Warum es hier stärker wirkt
Die Übersicht ist eine Reihe von Bildern, und das legt einen Vergleich nahe, den man im Alltag nicht anstellt. Dazu kommt, dass fast alle Bilder ausgewählte und teils bearbeitete Aufnahmen sind – man vergleicht seinen Alltag mit dem besten Moment anderer.
Das Verhältnis der Geschlechter verstärkt es zusätzlich. Wer selten Rückmeldung bekommt, führt das auf sein Aussehen zurück, obwohl die Ursache in der Arithmetik liegt.
Was tatsächlich hilft
Ein Profil, das nicht auf Aussehen setzt, sondern auf Text. Wer über sich schreibt, bekommt Nachrichten von Menschen, die den Text gelesen haben – und das ist eine völlig andere Ausgangslage als ein Profil aus Bildern.
Ebenso hilft, das Aussehen im Text nicht zu entschuldigen. Sätze wie „bin nicht der Schlankste“ lenken die Aufmerksamkeit auf genau das, was man nicht in den Mittelpunkt stellen wollte.
- Text vor Bild, damit die Auswahl anders zustande kommt
- Aktuelle Bilder, keine geschönten
- Keine Entschuldigung für den eigenen Körper im Profil
- Kein Vergleich mit bearbeiteten Aufnahmen
Beim ersten Mal
Licht, Decke, Tempo – all das darf man mitgestalten, und es kostet nichts, danach zu fragen. Wer sagt, was ihm hilft, bekommt es in aller Regel.
Und was Menschen tatsächlich anziehend finden, hat mit den Maßen weniger zu tun, als die Bildwelt nahelegt. Wer bei jemandem ist, der ihn will, ist bereits an dem Punkt, um den er sich sorgt.
Bewertungen von außen
Ungebetene Kommentare über den Körper sind keine Rückmeldung, sondern eine Grenzüberschreitung. Sie sagen etwas über den Absender – und sie sind ein guter Grund zum Blockieren.
Wenn Unsicherheit über den Körper das eigene Leben deutlich einschränkt, ist psychologische Unterstützung sinnvoll. Das ist kein Sonderfall; Körperbildstörungen sind verbreitet und gut behandelbar.