Was vorher zu sichern ist
Bildschirmfotos des Profils mit sichtbarem Anzeigenamen und Adresse, der vollständige Nachrichtenverlauf, alle Zahlungsbelege, Kontoauszüge und die Bankverbindung oder Wallet-Adresse des Empfängers.
Diese Belege sollten gesichert sein, bevor das andere Profil gelöscht wird – was in diesen Fällen schnell passiert. Sichern zuerst, blockieren danach.
- Profilseite als Bildschirmfoto, mit Adresse
- Nachrichtenverlauf vollständig
- Zahlungsbelege und Kontoauszüge
- Empfängerdaten der Zahlung
Wo man Anzeige erstattet
Bei jeder Polizeidienststelle, unabhängig vom Wohnort. Die meisten Bundesländer haben zusätzlich eine Online-Wache, über die sich eine Anzeige mit Anhängen einreichen lässt – das ist bei Internetbetrug oft der praktischere Weg.
Eine Anwaltspflicht besteht nicht. Für die Rückholung von Geld kann anwaltliche Hilfe sinnvoll sein; die Anzeige selbst erstattet man ohne.
Parallel zur Anzeige
Die Bank sofort informieren. Bei Lastschriften ist eine Rückbuchung innerhalb von acht Wochen möglich, bei nicht autorisierten Abbuchungen bis zu dreizehn Monaten. Bei Kartenzahlungen gibt es ein Rückbelastungsverfahren.
Bei Überweisungen ins Ausland zählt jede Stunde; manchmal lässt sich eine Zahlung noch stoppen. Bei Gutscheincodes und Kryptowährung ist eine Rückholung praktisch ausgeschlossen.
Was man nicht tun sollte
Nicht auf Angebote eingehen, das verlorene Geld gegen eine Gebühr zurückzuholen. Das ist eine eigene Masche, die gezielt Betrugsopfer anspricht – erkennbar daran, dass wieder eine Vorauszahlung verlangt wird.
Und nicht aus Scham warten. Die Aussicht auf Rückholung sinkt mit jedem Tag, und die Betrugsmaschen sind so professionell, dass niemand sich dafür rechtfertigen muss, darauf hereingefallen zu sein.