Der Unterschied zum Blockieren
Blockieren wirkt sofort und beidseitig: Die Profile sind gegenseitig unsichtbar, Unterhaltungen sind beendet, eine Benachrichtigung gibt es nicht. Es ist die richtige Antwort auf alles, was man selbst nicht mehr sehen will.
Melden geht darüber hinaus und leitet den Fall an die Moderation. Beides zusammen ist die übliche Reihenfolge – erst melden, dann blockieren, weil der Verlauf nach dem Blockieren nicht mehr zugänglich ist.
Was eine Meldung brauchbar macht
Konkrete Angaben: was passiert ist, wann, in welcher Nachricht. Eine Meldung mit einem Satz Beschreibung ist um ein Vielfaches wirksamer als eine ohne, weil die Moderation sonst einen ganzen Verlauf durchsehen muss.
Bildschirmfotos sind sinnvoll, wenn etwas außerhalb der Plattform passiert ist – etwa in einem Messenger, in den der Kontakt gewechselt ist. Innerhalb der Plattform liegt der Verlauf ohnehin vor.
- Was genau vorgefallen ist, in einem Satz
- Wann es passiert ist
- Belege, wenn es außerhalb der Plattform war
- Erst melden, dann blockieren
Was danach passiert
Die Moderation prüft den Fall. Je nach Schwere folgt ein Hinweis, eine Verwarnung, eine zeitweise Sperre oder der dauerhafte Ausschluss. Bei Straftaten kommt die Weitergabe an die Ermittlungsbehörden hinzu.
Wer meldet, erfährt aus Datenschutzgründen nicht jedes Detail der Entscheidung. Dass eine Meldung wirkungslos gewesen sei, folgt daraus nicht – Sanktionen gegen Dritte sind keine Auskunft, auf die man Anspruch hat.
Wann melden angebracht ist
Bei Belästigung, bei Weiterschreiben nach einer Absage, bei ungefragten expliziten Bildern, bei Betrugsversuchen, bei Verdacht auf Minderjährigkeit und bei Drohungen. In diesen Fällen ist Melden nicht die Eskalation, sondern der vorgesehene Weg.
Nicht gemeldet werden sollte, wer einem schlicht nicht gefällt oder nicht antwortet. Meldungen aus Verärgerung erzeugen Arbeit, die anderswo fehlt.