Die Varianten
Geld für die Anfahrt, weil der Zug oder das Taxi bezahlt werden müsse. Eine Kaution, damit man die Verabredung ernst nehme. Eine Anzahlung fürs Hotel. Ein Gutscheincode zur angeblichen Altersverifikation. Eine Gebühr für eine Plattform, auf die man wechseln solle.
Allen gemeinsam ist die Reihenfolge: erst zahlen, dann treffen. Und allen gemeinsam ist, dass das Treffen nie stattfindet.
- Fahrtkosten oder Taxi im Voraus
- Kaution als „Ernsthaftigkeitsnachweis“
- Hotelanzahlung an eine Privatperson
- Gutscheincodes, Guthabenkarten, Kryptowährung
Die eine Regel
Vor einem Treffen fließt kein Geld. Keine Ausnahme, kein kleiner Betrag zur Überbrückung, keine Rückzahlungszusage. Wer diese Regel einhält, ist gegen die gesamte Kategorie geschützt.
Besonders gilt das für Zahlungsarten, die sich nicht zurückholen lassen: Gutscheincodes, Guthabenkarten, Kryptowährung, Bargeldtransfer. Wer darauf besteht, sagt damit schon alles.
Die Verifizierungsmasche
Ein Sonderfall ist der Verweis auf eine angebliche Prüfseite: Man solle sich dort „verifizieren“, koste nichts, brauche nur die Kartendaten. Dahinter steht ein Abonnement oder ein Abgriff der Daten.
Eine echte Verifizierung findet immer innerhalb der Plattform statt, auf der man ist, und niemals über einen Link, den ein anderes Mitglied schickt. Hier kostet sie nichts und verlangt keine Zahlungsdaten.
Wenn schon gezahlt wurde
Sofort die Bank informieren – bei Lastschriften und teils bei Kartenzahlungen ist eine Rückbuchung möglich, wenn man schnell ist. Belege sichern und Anzeige erstatten.
Und das Profil melden. Diese Konten arbeiten in Serie; eine Meldung ist der einzige Weg, dass es der nächsten Person nicht genauso geht.