HPV
Humane Papillomviren werden über Haut- und Schleimhautkontakt übertragen; Kondome senken das Risiko nur teilweise. Bestimmte Typen verursachen Gebärmutterhalskrebs sowie Krebs im Mund-, Rachen- und Analbereich, andere Feigwarzen.
Die Impfung ist für Mädchen und Jungen von 9 bis 14 Jahren empfohlen, Nachholung bis 17 auf Kassenkosten. Viele Kassen übernehmen sie auf Antrag auch darüber hinaus – nachfragen lohnt sich, weil eine Impfung auch bei bereits bestehendem Kontakt noch gegen andere Typen schützt.
Hepatitis A und B
Hepatitis B wird sexuell übertragen und kann chronisch verlaufen. Die Impfung gehört zu den Standardimpfungen im Kindesalter; wer sie nicht hat, kann sie jederzeit nachholen. Hepatitis A wird über Schmierinfektion übertragen und ist bei bestimmten Praktiken relevant.
Für Menschen mit häufig wechselnden Kontakten ist die Kombinationsimpfung gegen A und B empfohlen. Der Impfschutz lässt sich über einen Bluttest prüfen, wenn der Impfausweis fehlt.
- HPV: bis 17 auf Kassenkosten, darüber auf Antrag
- Hepatitis B: Standardimpfung, jederzeit nachholbar
- Hepatitis A: bei wechselnden Kontakten empfohlen
- Impfstatus per Bluttest prüfbar, wenn der Pass fehlt
Weitere
Je nach Lebenssituation kommen weitere Impfungen in Betracht, etwa gegen Mpox für bestimmte Gruppen. Die Empfehlungen ändern sich; der aktuelle Stand steht bei der Ständigen Impfkommission und wird von Gesundheitsämtern und Aidshilfen weitergegeben.
Ein Impfgespräch beim Hausarzt kostet wenig Zeit und klärt alles auf einmal – einschließlich der Frage, was ohnehin aufgefrischt werden müsste.
Was Impfungen nicht leisten
Gegen HIV, Syphilis, Chlamydien und Gonorrhoe gibt es keine Impfung. Dort bleiben Barrieren, Prophylaxe und Tests die einzigen Mittel.
Eine Impfung ist also kein Ersatz für Safer Sex, sondern nimmt einen Teil des Risikos dauerhaft heraus – und zwar genau den Teil, den Kondome am schlechtesten abdecken.