Die drei Ebenen der Sichtbarkeit
Zu unterscheiden sind: sichtbar im Netz für jeden, sichtbar für angemeldete Mitglieder, sichtbar nur für Matches. Die erste Ebene ist die einzige, die Suchmaschinen erreichen können, und sie lässt sich separat abschalten.
Ein Profil kann also innerhalb der Plattform vollständig sichtbar sein und trotzdem außerhalb nicht auffindbar. Wer noch weiter gehen will, beschränkt die Anzeige auf Matches – man erscheint dann weiterhin in der Kartenansicht, aber nicht mehr in der Liste.
Private Bilder statt gar keiner Bilder
Ein Profil ohne Bild wird kaum angeschrieben und erscheint hier nicht in der Übersicht. Der Ausweg ist nicht der Verzicht, sondern die Trennung: ein zurückhaltendes Bild öffentlich, alles Weitere als privat markiert und nur auf Freigabe sichtbar.
Diese Freigabe ist einzeln und jederzeit widerrufbar. Wer sie erteilt, sollte wissen, dass ein Bildschirmfoto technisch nicht zu verhindern ist – Diskretion beruht an dieser Stelle auf Vertrauen, nicht auf Technik.
Erkennbarkeit ohne Gesicht
Wer aus beruflichen Gründen kein Gesicht zeigen kann, sollte prüfen, was sonst erkennbar ist: Tätowierungen, Schmuck, die Wohnung im Hintergrund, ein markantes Fahrzeug. Für Menschen aus dem eigenen Umfeld sind das bessere Erkennungszeichen als ein Gesicht.
Auch die Ortsangabe spielt hinein. In einer Kleinstadt genügen Alter, Beruf und Statur, um jemanden zu identifizieren. Die nächstgrößere Stadt anzugeben ist dort keine Unehrlichkeit, sondern Notwehr.
- Tätowierungen und Narben abdecken oder ausschneiden
- Wohnungshintergrund neutral halten
- Beruf allgemein statt konkret benennen
- Bei kleinem Wohnort die größere Stadt angeben
Was Diskretion nicht leisten kann
Kein Konto ist gegen jemanden geschützt, der gezielt sucht und einen bereits kennt. Wer wirklich befürchtet, entdeckt zu werden, sollte damit rechnen, dass es passieren kann, und sich vorher überlegen, wie er damit umgeht.
Umgekehrt gilt dieselbe Rücksicht: Wer jemanden aus dem eigenen Umfeld hier wiedererkennt, hat nichts gesehen. Das ist keine Höflichkeit, sondern die Grundlage dafür, dass die Plattform für alle funktioniert.