Lustnah
Betrug

Erpressung mit intimen Aufnahmen

Nicht zahlen. Nicht löschen. Anzeige erstatten.

Erpressung mit intimen Aufnahmen ist eine der verbreitetsten Maschen im Netz. Sie trifft alle Altersgruppen und Geschlechter, sie funktioniert über Scham – und sie verliert ihre Wirkung, sobald man weiß, wie sie abläuft.

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Der Ablauf

Ein neues Profil, sehr schneller Wechsel zu expliziten Inhalten, ein Videoanruf oder die Bitte um Aufnahmen. Kurz darauf die Nachricht: Man habe mitgeschnitten, und wenn nicht gezahlt werde, gehe das Material an die Kontaktliste.

Oft folgt ein Beweis in Form eines Bildschirmfotos und eine kurze Frist. Der Zeitdruck gehört zur Masche: Er soll verhindern, dass jemand nachdenkt oder Rat einholt.

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Was jetzt zu tun ist

Nicht zahlen. Wer zahlt, wird in aller Regel erneut gefordert – die Zahlung ist der Beweis, dass die Masche wirkt. Nicht löschen: Der Chatverlauf, das Profil und die Zahlungsaufforderung sind die Beweise.

Danach das Profil melden, blockieren und Anzeige erstatten. Bei Konten in sozialen Netzwerken hilft es, die Freundesliste vorübergehend zu verbergen – das nimmt der Drohung ihre Grundlage.

  • Nicht zahlen, auch keinen kleinen Betrag
  • Bildschirmfotos von Profil, Verlauf und Forderung sichern
  • Blockieren und bei der Plattform melden
  • Anzeige erstatten, Kontaktliste vorübergehend verbergen
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Wenn gedroht wird, es sei schon geschehen

Sehr häufig ist die Drohung leer: Es gibt kein Material, oder es wurde nie verschickt. Massenhafte Erpressungsmails nach einem Datenleck arbeiten fast immer mit Bluff und gehen an tausende Adressen zugleich.

Wird tatsächlich etwas veröffentlicht, ist das strafbar. Plattformen entfernen solche Inhalte auf Meldung, und es gibt Initiativen, die beim Auffinden und Löschen unterstützen – kostenlos.

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Vorbeugen

Keine Aufnahmen mit Gesicht, keine erkennbaren Tätowierungen, kein markanter Hintergrund. Das verhindert nichts, macht aber eine Zuordnung schwer – und genau davon lebt die Drohung.

Und: Nicht auf schnelle explizite Videoanrufe mit neuen Kontakten einlassen. Die Masche braucht diesen einen Moment; ohne ihn läuft sie ins Leere.

Häufige Fragen

Kurz und klar beantwortet.

Soll ich zahlen, um es zu beenden?

Nein. Eine Zahlung führt fast immer zu weiteren Forderungen.

Ist die Drohung echt?

Häufig nicht. Besonders Massenmails nach Datenlecks bluffen fast immer.

Wo bekomme ich Hilfe?

Bei der Polizei, bei Beratungsstellen und bei Initiativen gegen die Verbreitung intimer Aufnahmen. Alle Angebote sind kostenlos.

Nächster Schritt

Erst ansehen. Dann selbst entscheiden.

Öffentliche Profile kannst du sofort öffnen. Für private Nachrichten und ein eigenes Profil ist eine kostenlose Registrierung erforderlich – ohne Abo und jederzeit löschbar.