Lustnah
Erstes Treffen

Ein Treffen abbrechen

Gehen zu dürfen ist die Voraussetzung dafür, überhaupt bleiben zu können.

Der schwierigste Teil eines ersten Treffens ist für viele nicht der Anfang, sondern das Aufhören. Höflichkeit, Aufwand und das Gefühl, jemandem etwas zu schulden, halten Menschen in Situationen, in denen sie nicht mehr sein wollen.

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Die Signale

Manche Gründe sind eindeutig: Grenzen werden übergangen, Fragen ausweichend beantwortet, Druck aufgebaut, ein anderer Ort vorgeschlagen als vereinbart. Wer versucht, mehr Alkohol nachzuschenken als gewünscht, gehört ebenfalls dazu.

Andere sind unscharf und trotzdem gültig. Ein anhaltendes Unbehagen reicht als Grund vollständig aus. Man muss nicht beweisen können, dass etwas nicht stimmt, um zu gehen.

  • Grenzen werden nach dem ersten Hinweis wieder angetastet
  • Der Ort oder der Plan wird einseitig geändert
  • Getränke werden gegen den Wunsch nachgeschenkt
  • Das Gefühl, kontrolliert oder beobachtet zu werden
02

Wie man es sagt

Kurz, freundlich, ohne Verhandlung: „Ich gehe jetzt.“ Ein Grund ist nicht erforderlich, und je knapper die Begründung, desto weniger Ansatzpunkte gibt es für eine Diskussion.

Wenn eine Erklärung leichter fällt, genügt eine unbestreitbare: früh raus, Kopfschmerzen, jemand wartet. Das ist keine Feigheit, sondern die Vermeidung eines Gesprächs, das ohnehin nicht gut ausgehen würde.

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Wenn es unangenehm wird

In einem Lokal ist Personal die zuverlässigste Hilfe. Ein Satz an die Bedienung genügt; in vielen Betrieben gibt es dafür eingespielte Abläufe, und niemand muss dafür eine Geschichte erzählen.

Nach draußen gehen und ein Taxi rufen ist besser als jede weitere Klärung. Diskussionen über das Gehen führen zu nichts, weil die Entscheidung nicht zur Verhandlung steht.

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Danach

Ein Abbruch braucht keine Nachricht am nächsten Tag. Wer trotzdem etwas schreiben will, hält es kurz und lässt Vorwürfe weg – nicht aus Rücksicht, sondern weil eine Rechtfertigung nur neue Nachrichten erzeugt.

Blockieren beendet den Kontakt vollständig und ohne Ankündigung. Bei Verhalten, das über einen missglückten Abend hinausgeht, gehört zusätzlich eine Meldung dazu – das ist die einzige Möglichkeit, dass es nicht der nächsten Person genauso geht.

Häufige Fragen

Kurz und klar beantwortet.

Muss ich einen Grund nennen, wenn ich gehe?

Nein. Weder beim Gehen noch danach. Investierte Zeit begründet keinen Anspruch.

Was, wenn ich beim anderen zu Hause bin?

Dann gehen, ohne zu diskutieren, und den vorher geplanten Rückweg nutzen. Deshalb sollte er geplant sein.

Sollte ich das melden?

Bei Grenzüberschreitungen ja. Eine Meldung schützt nicht dich rückwirkend, aber die nächste Person.

Nächster Schritt

Erst ansehen. Dann selbst entscheiden.

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