Die Signale
Manche Gründe sind eindeutig: Grenzen werden übergangen, Fragen ausweichend beantwortet, Druck aufgebaut, ein anderer Ort vorgeschlagen als vereinbart. Wer versucht, mehr Alkohol nachzuschenken als gewünscht, gehört ebenfalls dazu.
Andere sind unscharf und trotzdem gültig. Ein anhaltendes Unbehagen reicht als Grund vollständig aus. Man muss nicht beweisen können, dass etwas nicht stimmt, um zu gehen.
- Grenzen werden nach dem ersten Hinweis wieder angetastet
- Der Ort oder der Plan wird einseitig geändert
- Getränke werden gegen den Wunsch nachgeschenkt
- Das Gefühl, kontrolliert oder beobachtet zu werden
Wie man es sagt
Kurz, freundlich, ohne Verhandlung: „Ich gehe jetzt.“ Ein Grund ist nicht erforderlich, und je knapper die Begründung, desto weniger Ansatzpunkte gibt es für eine Diskussion.
Wenn eine Erklärung leichter fällt, genügt eine unbestreitbare: früh raus, Kopfschmerzen, jemand wartet. Das ist keine Feigheit, sondern die Vermeidung eines Gesprächs, das ohnehin nicht gut ausgehen würde.
Wenn es unangenehm wird
In einem Lokal ist Personal die zuverlässigste Hilfe. Ein Satz an die Bedienung genügt; in vielen Betrieben gibt es dafür eingespielte Abläufe, und niemand muss dafür eine Geschichte erzählen.
Nach draußen gehen und ein Taxi rufen ist besser als jede weitere Klärung. Diskussionen über das Gehen führen zu nichts, weil die Entscheidung nicht zur Verhandlung steht.
Danach
Ein Abbruch braucht keine Nachricht am nächsten Tag. Wer trotzdem etwas schreiben will, hält es kurz und lässt Vorwürfe weg – nicht aus Rücksicht, sondern weil eine Rechtfertigung nur neue Nachrichten erzeugt.
Blockieren beendet den Kontakt vollständig und ohne Ankündigung. Bei Verhalten, das über einen missglückten Abend hinausgeht, gehört zusätzlich eine Meldung dazu – das ist die einzige Möglichkeit, dass es nicht der nächsten Person genauso geht.