Der Ort, und zwar ein echter
Die Entfernung entscheidet früher als alles andere, ob ein Kontakt überhaupt in Frage kommt. Deshalb ist eine Ortsangabe, die sich einem tatsächlichen Ort zuordnen lässt, die wirksamste einzelne Verbesserung an einem Profil.
Wer in einem kleinen Ort wohnt und aus Diskretionsgründen zögert, gibt die nächstgrößere Stadt an. Das ist genauer als gar keine Angabe und schützt trotzdem – die Entfernung wird ohnehin vom Ortsmittelpunkt aus berechnet, nicht von der Wohnung.
Verfügbarkeit statt Versprechen
Wann jemand kann, ist praktisch relevanter als fast alles andere. Zwei Menschen, die sich sympathisch sind, aber nie zur selben Zeit können, kommen nicht zusammen – und das merkt man besser vorher als nach zwei Wochen Chat.
Konkret heißt konkret: „unter der Woche abends, am Wochenende selten“ ist eine Angabe. „Spontan“ ist keine, weil es bei jedem etwas anderes bedeutet.
Was gesucht wird, in einem Satz
Der häufigste Konflikt entsteht dort, wo einer etwas Regelmäßiges sucht und der andere ein einmaliges Treffen – und beide es für selbstverständlich hielten. Ein einziger klarer Satz im Profil verhindert das zuverlässiger als jede spätere Klärung.
Dazu gehört auch die eigene Lebenssituation, soweit sie andere betrifft. Wer in einer offenen Beziehung lebt, schreibt das ins Profil statt in die dritte Nachricht.
- Art des Kontakts: einmalig, offen, regelmäßig
- Tempo: sofort oder erst nach längerem Schreiben
- Rahmen: bei wem, wie lange, wie oft
- Beziehungssituation, wenn sie andere betrifft
Grenzen – kurz, aber sichtbar
Ein oder zwei Sätze zu dem, was nicht in Frage kommt, senken die Zahl unpassender Nachrichten deutlich. Sie wirken am besten am Ende, nach dem übrigen Text, und in ruhigem Ton.
Was dagegen kaum jemand liest, sind ausgefüllte Vorlieben-Skalen ohne Text. Sie sind nützlich als Filter, aber sie ersetzen keinen Satz, der erklärt, worauf es einem ankommt.