Was tatsächlich beruhigt
Wirksam ist Vorbereitung, nicht Selbstberuhigung. Wer weiß, wo er hingeht, wie er wieder wegkommt, wie lange er bleiben will und dass jemand Bescheid weiß, hat den größten Teil der Anspannung bereits abgebaut.
Ein zeitlicher Rahmen hilft zusätzlich. Ein Treffen mit einem vereinbarten Ende ist leichter anzutreten als eines mit offenem Ausgang – und lässt sich immer noch verlängern.
- Treffpunkt vorher ansehen oder kennen
- Rückweg festlegen
- Vertrauensperson informieren
- Ende einplanen: „Ich habe bis acht Zeit“
Was nicht hilft
Sich Sätze zurechtlegen. Vorbereitete Gesprächseinstiege klingen vorbereitet, und wenn das Gegenüber davon abweicht, ist die Verunsicherung größer als vorher.
Ebenso wenig hilft Alkohol vorher. Er senkt die Anspannung und mit ihr die Aufmerksamkeit für alles, worauf man bei einem Fremden achten sollte.
Nervosität oder Warnsignal
Der Unterschied ist meist erkennbar: Nervosität richtet sich auf einen selbst – wie wirke ich, was sage ich. Ein Warnsignal richtet sich auf die andere Person oder die Situation – etwas an dem, was geschrieben wurde, stimmt nicht.
Wenn Letzteres der Fall ist, gilt: absagen ist immer erlaubt, auch eine Stunde vorher, auch ohne benennbaren Grund. Ein Treffen ist keine Verpflichtung, die man mit dem Zusagen eingegangen ist.
Wenn man zu früh oder zu spät ist
Zu früh anzukommen ist kein Problem – man kann in Ruhe ankommen und sich umsehen. Verspätung dagegen sollte man kurz mitteilen; das ist die einfachste Höflichkeit und nimmt der anderen Person die Frage, ob sie versetzt wurde.
Nach zwanzig Minuten ohne Nachricht ist Gehen vertretbar. Wer eine Stunde wartet, tut niemandem einen Gefallen, sich selbst am wenigsten.