Melden lohnt sich
Eine kurze Nachricht am selben Abend oder am nächsten Morgen ist der einfachste Weg, aus der Unklarheit herauszukommen – auch dann, wenn man sich noch nicht sicher ist. „War schön, ich melde mich“ ist wenig und trotzdem genug.
Wer zwei Tage taktisch wartet, verliert häufiger, als er gewinnt. Die vermeintliche Regel, sich rar zu machen, funktioniert vor allem bei Menschen, die man ohnehin nicht sucht.
Interesse zeigen, ohne zu drängen
Ein konkreter Vorschlag ist besser als die allgemeine Aussage, man solle das wiederholen. Wer einen Tag nennt, macht es der anderen Seite leicht, zuzusagen oder abzusagen.
Zwischen Interesse und Druck liegt vor allem die Anzahl der Nachrichten. Eine geschickte Nachricht wirkt; drei hintereinander ohne Antwort wirken in die andere Richtung.
Wenn es nicht gepasst hat
Auch dann gehört eine kurze Nachricht dazu – nicht aus Pflicht, sondern weil ein Abend miteinander mehr wert ist als Schweigen. Zwei Sätze genügen: dass es nett war und dass man nichts Weiteres daraus machen möchte.
Eine Begründung ist nicht erforderlich und macht es selten besser. Wer eine verlangt, hat kein Anrecht darauf; wer nach der Absage weiterschreibt, gehört blockiert.
Nach einem Treffen mit Sex
Hier ist die Nachricht danach wichtiger, nicht unwichtiger. Ein Satz am nächsten Tag verhindert das Gefühl, benutzt worden zu sein – unabhängig davon, ob etwas daraus wird.
Dazugehört auch der praktische Teil: Wenn beim Schutz etwas schiefging, gehört das angesprochen, und zwar zeitnah, weil einige Maßnahmen nur in den ersten Stunden oder Tagen wirken.