Die eigene Wohnung
Zu Hause hat man die Kontrolle über die Umgebung und kann jederzeit beenden – man muss selbst nirgendwo weg. Der Preis ist die Adresse: Sie ist danach bekannt, und das lässt sich nicht zurücknehmen.
Sinnvoll ist deshalb, die Wohnung erst dann anzubieten, wenn man den Menschen einschätzen kann. Vorher aufräumen heißt in diesem Zusammenhang auch: Post, Unterlagen und alles, was nicht gesehen werden soll, wegräumen.
Bei der anderen Person
Dort ist man beweglicher, als man denkt – man kann gehen –, aber ortsfremd. Deshalb gilt hier verstärkt: eigene Anreise, geplanter Rückweg, Adresse an eine Vertrauensperson.
Beim Ankommen lohnt ein kurzer Blick darauf, wo die Tür ist und ob sie sich von innen öffnen lässt. Das ist in zehn Sekunden erledigt und beruhigt für den ganzen Abend.
Das Hotel
Ein Hotel ist neutrales Gebiet: keine Adresse wird preisgegeben, beide sind ortsfremd, und es gibt eine Rezeption, also Personal in der Nähe. Für ein erstes Treffen mit Sex ist es deshalb häufig die beste Wahl.
Der Preis ist Geld, und daraus ergibt sich eine praktische Frage: Wer bezahlt. Sinnvoll ist Teilen oder abwechselnd – wer allein zahlt, erzeugt leicht ein Gefühl von Schuld, das genau dort nicht hingehört.
- Zimmer im Voraus buchen, nicht vor Ort verhandeln
- In der Lobby treffen, nicht im Zimmer
- Kosten vorher klären und aufteilen
- Zimmernummer der Vertrauensperson mitteilen
Wer entscheidet
Die Wahl sollte bei der Person liegen, die mehr zu verlieren hat – in aller Regel diejenige, die sich unsicherer fühlt. Wer darauf besteht, dass es der eigene Ort sein muss, verhandelt gerade über etwas, das nicht verhandelbar ist.
Ein Auto ist keine dieser drei Möglichkeiten. Es ist eng, schlecht zu verlassen und je nach Ort eine Ordnungswidrigkeit – für ein erstes Treffen ist es die schlechteste Wahl.