Der Aufbau
Zwei Teile genügen: die Absage selbst und ein freundlicher Abschluss. Ein dritter Teil – ein Grund – macht es fast immer schlechter, weil er zu einer Diskussion einlädt.
Beispiele: „Ich habe gemerkt, dass es für mich nicht passt. Dir alles Gute.“ Oder nach einem Treffen: „Der Abend war nett, aber ich möchte nichts daraus machen. Danke für die Zeit.“
- Klar, in einem Satz
- Ein freundlicher Abschluss
- Kein Grund, keine Bewertung
- Keine Hintertür wie „vielleicht später“
Was man weglässt
Erklärungen zur eigenen Lebenslage, Ratschläge an den anderen, Vergleiche mit anderen Kontakten. Alles davon ist gut gemeint und verlängert nur eine Unterhaltung, die beendet werden sollte.
Auch Formulierungen, die Hoffnung offenlassen, sind ungünstig. „Vielleicht in ein paar Wochen“ klingt sanfter und erzeugt genau die Unklarheit, die eine Absage beseitigen soll.
Der Zeitpunkt
Sobald es klar ist. Wer noch drei Tage höflich weiterschreibt, macht es beiden schwerer, und die andere Seite merkt die Änderung ohnehin.
Nach einem persönlichen Treffen gehört eine Nachricht dazu, auch wenn es unangenehm ist. Wer einen Abend miteinander verbracht hat, ist zwei Sätze wert.
Absagen an eine Anfrage
Auf eine Kontaktanfrage muss man gar nicht antworten. Wer trotzdem etwas schreiben will, hält es kurz – und wer eine Anfrage einfach verstreichen lässt, verhält sich völlig korrekt.
Wichtig ist nur die eigene Konsequenz: Wer absagt, sollte nicht später doch wieder anfangen. Das erzeugt bei der anderen Seite genau die Unklarheit, die man vermeiden wollte.