Vorher
Vor einem Treffen sollte beiden klar sein, was erwünscht ist, was nicht in Frage kommt, wie geschützt wird und wie man abbricht. Diese vier Punkte passen in eine Nachricht und ersparen später jedes Missverständnis.
Schriftlich ist es leichter als mündlich. Wer sich mit dem Thema schwertut, formuliert es einmal in Ruhe – und hat den Text beim nächsten Mal schon im Kopf.
- Was möchte ich, was ist ausgeschlossen
- Wie wird geschützt, letzter Test
- Wie signalisieren wir Pause oder Ende
- Wo, wie lange, wie kommt jeder nach Hause
Währenddessen
Zustimmung wird laufend geprüft, nicht einmal eingeholt. Das klingt aufwendig und ist es nicht: Ein „ist das gut so?“ an der richtigen Stelle genügt, und es lässt sich in fast jeder Situation unterbringen.
Bei jeder Änderung – ein neues Tempo, eine andere Praktik, ein weiterer Beteiligter – wird neu gefragt. Was für das eine gilt, gilt nicht automatisch für das andere.
Auf Signale achten
Zustimmung ist nicht nur das gesprochene Ja. Wer erstarrt, still wird oder passiv reagiert, sagt damit etwas – und die richtige Reaktion darauf ist eine Pause und eine Frage, nicht das Fortsetzen mit mehr Vorsicht.
Auch beim eigenen Empfinden lohnt der Blick nach innen: Wenn man merkt, dass man mitmacht, um niemanden zu enttäuschen, ist der Punkt erreicht, an dem man etwas sagen sollte.
Danach
Zwei Dinge gehören dazu: kurze Zuwendung unmittelbar danach und eine Rückmeldung am nächsten Tag. Beides zusammen kostet fünf Minuten und macht den Unterschied zwischen einer guten und einer zwiespältigen Erinnerung.
Und was besprochen wurde, gilt weiter: keine Bilder herumzeigen, keine Erzählungen im Bekanntenkreis, kein Kontakt über andere Wege ohne Absprache.