So geht es
Ein Bildschirmfoto des Profilbilds anfertigen, möglichst eng auf das Gesicht zugeschnitten, und es bei einer Bildersuche hochladen. Mehrere Dienste bieten das an; sie liefern unterschiedliche Ergebnisse, weshalb sich zwei davon lohnen.
Wichtig ist der Zuschnitt. Ein Bild mit viel Hintergrund liefert Treffer zum Hintergrund; ein enger Ausschnitt des Gesichts liefert Treffer zur Person.
- Eng auf das Gesicht zuschneiden
- Mindestens zwei verschiedene Suchdienste nutzen
- Auch das zweite und dritte Profilbild prüfen
- Nach ungewöhnlichen Fundstellen sehen, nicht nach ähnlichen Gesichtern
Treffer richtig deuten
Ein Bild, das auf einer Modelseite, in einem Aktienfotoarchiv oder unter einem anderen Namen in einem sozialen Netzwerk auftaucht, ist ein deutliches Zeichen. Dasselbe gilt für Fundstellen auf Warnseiten zu Betrugsprofilen.
Kein Zeichen ist es, wenn dasselbe Bild auf mehreren Kontaktplattformen unter demselben Namen erscheint. Viele Menschen sind auf mehreren Portalen angemeldet – das ist normal.
Was ein negatives Ergebnis bedeutet
Nichts Endgültiges. Bilder können bearbeitet, gespiegelt oder zugeschnitten sein, sodass sie nicht gefunden werden. Auch erzeugte Gesichter, die es real nie gab, liefern keine Treffer.
Erzeugte Bilder erkennt man eher an anderen Merkmalen: unsaubere Ohren und Hände, Schmuck, der nicht zusammenpasst, unnatürlich gleichmäßige Haut, im Hintergrund verschwimmende Details. Ein Videoanruf klärt das schneller als jede Bildanalyse.
Wenn man selbst betroffen ist
Werden eigene Bilder für ein fremdes Profil verwendet, hilft eine Meldung bei der jeweiligen Plattform – die meisten löschen solche Profile bei Nachweis zügig. Ein Nachweis ist etwa das Originalbild mit Metadaten.
Zusätzlich lohnt es, Bekannte zu informieren. Wer gewarnt ist, fällt nicht auf Nachrichten herein, die scheinbar von einem selbst kommen.