Lustnah
Betrug

Profilbilder überprüfen

Zwei Minuten Prüfung ersparen manchmal Wochen.

Die Bilderrückwärtssuche ist das nützlichste Werkzeug gegen gefälschte Profile. Sie ist kostenlos, dauert zwei Minuten und wird trotzdem selten genutzt – meist, weil man nicht weiß, wie sie geht.

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So geht es

Ein Bildschirmfoto des Profilbilds anfertigen, möglichst eng auf das Gesicht zugeschnitten, und es bei einer Bildersuche hochladen. Mehrere Dienste bieten das an; sie liefern unterschiedliche Ergebnisse, weshalb sich zwei davon lohnen.

Wichtig ist der Zuschnitt. Ein Bild mit viel Hintergrund liefert Treffer zum Hintergrund; ein enger Ausschnitt des Gesichts liefert Treffer zur Person.

  • Eng auf das Gesicht zuschneiden
  • Mindestens zwei verschiedene Suchdienste nutzen
  • Auch das zweite und dritte Profilbild prüfen
  • Nach ungewöhnlichen Fundstellen sehen, nicht nach ähnlichen Gesichtern
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Treffer richtig deuten

Ein Bild, das auf einer Modelseite, in einem Aktienfotoarchiv oder unter einem anderen Namen in einem sozialen Netzwerk auftaucht, ist ein deutliches Zeichen. Dasselbe gilt für Fundstellen auf Warnseiten zu Betrugsprofilen.

Kein Zeichen ist es, wenn dasselbe Bild auf mehreren Kontaktplattformen unter demselben Namen erscheint. Viele Menschen sind auf mehreren Portalen angemeldet – das ist normal.

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Was ein negatives Ergebnis bedeutet

Nichts Endgültiges. Bilder können bearbeitet, gespiegelt oder zugeschnitten sein, sodass sie nicht gefunden werden. Auch erzeugte Gesichter, die es real nie gab, liefern keine Treffer.

Erzeugte Bilder erkennt man eher an anderen Merkmalen: unsaubere Ohren und Hände, Schmuck, der nicht zusammenpasst, unnatürlich gleichmäßige Haut, im Hintergrund verschwimmende Details. Ein Videoanruf klärt das schneller als jede Bildanalyse.

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Wenn man selbst betroffen ist

Werden eigene Bilder für ein fremdes Profil verwendet, hilft eine Meldung bei der jeweiligen Plattform – die meisten löschen solche Profile bei Nachweis zügig. Ein Nachweis ist etwa das Originalbild mit Metadaten.

Zusätzlich lohnt es, Bekannte zu informieren. Wer gewarnt ist, fällt nicht auf Nachrichten herein, die scheinbar von einem selbst kommen.

Häufige Fragen

Kurz und klar beantwortet.

Welcher Dienst ist der beste?

Keiner allein. Zwei verschiedene Dienste liefern zusammen deutlich mehr als einer.

Was, wenn ich keine Treffer finde?

Das entlastet nur teilweise. Bearbeitete oder erzeugte Bilder werden nicht gefunden – ein Videoanruf klärt mehr.

Meine Bilder werden für ein fremdes Profil benutzt – was tun?

Bei der Plattform melden, das Original als Nachweis bereithalten und das eigene Umfeld informieren.

Nächster Schritt

Erst ansehen. Dann selbst entscheiden.

Öffentliche Profile kannst du sofort öffnen. Für private Nachrichten und ein eigenes Profil ist eine kostenlose Registrierung erforderlich – ohne Abo und jederzeit löschbar.