Der Zeitpunkt
Nach einigen Tagen regelmäßigen Schreibens ist ein Vorschlag angemessen. Wer wochenlang wartet, baut eine Vorstellung auf, an der die Wirklichkeit kaum vorbeikommt – und riskiert, dass das Interesse ohne Anlass verpufft.
Umgekehrt ist ein Vorschlag in der zweiten Nachricht meist zu früh, außer die Plattform und die Profile sind ausdrücklich auf Direktheit ausgelegt. Dann ist es normal und wird auch so gelesen.
Wie der Vorschlag aussieht
Konkret: ein Ort, zwei Zeitvorschläge, eine ungefähre Dauer. Das ist leichter zu beantworten als die Frage, ob man sich denn mal treffen wolle – die zieht nur eine weitere Runde Unverbindlichkeit nach sich.
Dazu gehört ausdrücklich, dass ein Gegenvorschlag willkommen ist. Für die andere Seite ist der eigene Ort meist der sicherere, und wer das anbietet, macht die Zusage leichter.
- Ein konkreter Ort, öffentlich
- Zwei Zeitvorschläge zur Auswahl
- Ungefähre Dauer nennen
- Gegenvorschlag ausdrücklich anbieten
Wenn immer wieder vertagt wird
Zwei Absagen mit Gegenvorschlag sind normal; drei Vertagungen ohne eigenen Vorschlag sind eine Antwort. Dann lohnt eine offene Frage: ob ein Treffen überhaupt gewollt ist.
Manche schreiben gern und wollen nichts weiter. Das ist legitim, aber man sollte es wissen – und wer es weiß, kann selbst entscheiden, ob er weiterschreibt.
Der Videoanruf dazwischen
Ein kurzer Videoanruf vor dem ersten Treffen ist ein guter Zwischenschritt. Er klärt in fünf Minuten, ob die Person die ist, für die sie sich ausgibt, und nimmt beim Treffen die erste Fremdheit.
Wer sich dagegen konsequent sperrt, obwohl es technisch ginge, hat dafür einen Grund. Bei Betrugsmaschen ist diese Weigerung eines der zuverlässigsten Erkennungszeichen.