Warum nicht die übliche Adresse
Adressen nach dem Muster vorname.nachname beim großen Anbieter verraten den Namen an jeden, der sie sieht. Und es gibt Dienste, mit denen sich prüfen lässt, bei welchen Plattformen eine Adresse registriert ist – die Trennung fällt damit in sich zusammen.
Kommt es beim Anbieter zu einem Datenleck, steht die Adresse in einer Liste, die durchsuchbar ist. Wer dort eine eigene Adresse verwendet hat, verliert nichts weiter; wer die Hauptadresse verwendet hat, ist verknüpft.
Welche Art von Adresse
Ein eigenes, kostenloses Postfach bei einem Anbieter mit Sitz in der EU genügt, mit einem Namen ohne Bezug zur eigenen Person. Wichtig ist vor allem, dass es dauerhaft erreichbar bleibt – über diese Adresse läuft das Zurücksetzen des Passworts.
Wegwerfadressen, die nach zehn Minuten verfallen, sind für die Registrierung ungeeignet: Wer sein Passwort vergisst, verliert das Konto endgültig, weil an die Adresse nichts mehr zugestellt werden kann.
- Eigenes Postfach, nirgends sonst verwendet
- Kein Name und kein Geburtsjahr in der Adresse
- Dauerhaft erreichbar, nicht selbstzerstörend
- Eigenes Passwort, nicht das gleiche wie sonst
Alias statt zweitem Postfach
Manche Anbieter erlauben Alias-Adressen, die im selben Postfach ankommen. Das ist bequem und trennt gegenüber der Plattform sauber – gegenüber dem Anbieter selbst allerdings nicht.
Wer die Trennung ernst meint, nimmt ein eigenes Postfach mit eigener Anmeldung. Der Unterschied zeigt sich in dem Moment, in dem jemand Zugriff auf das Hauptkonto hat.
Was am Postfach hängt
Das Postfach ist der Wiederherstellungsweg für das Konto. Es sollte deshalb selbst gut gesichert sein: langes, eigenes Passwort und Zwei-Faktor-Anmeldung. Wer Zugriff auf das Postfach hat, hat Zugriff auf alles daran.
Und es sollte nicht auf einem gemeinsam genutzten Gerät dauerhaft angemeldet bleiben. Das ist der häufigste Weg, auf dem eine sorgfältige Trennung nachträglich zusammenbricht.