Passing
Als das Geschlecht wahrgenommen zu werden, dem man sich zugehörig fühlt.
Passing beschreibt die Fremdwahrnehmung, nicht die Identität. Wer nicht passt, ist deswegen nicht weniger Frau oder Mann.
Für viele trans Menschen ist Passing eine Sicherheitsfrage: Es entscheidet darüber, ob man auf der Straße angestarrt, angesprochen oder angegriffen wird.
Komplimente wie man sieht es gar nicht sind deshalb heikel. Sie messen einen Menschen daran, wie gut er unerkannt bleibt.
Ob jemand passt, hängt stark von der Situation ab – am Telefon anders als auf einem Foto, bei Tageslicht anders als abends. Deshalb ist es auch kein Zustand, den man erreicht und dann hat. Für einen Kontakt ist die Frage ohnehin unerheblich, solange nicht die betroffene Person sie selbst aufwirft.