Agender
Keine Geschlechtsidentität zu haben oder sich keiner zuzuordnen.
Agender Menschen erleben sich weder als Mann noch als Frau noch dazwischen. Der Unterschied zu nichtbinär liegt darin, dass es nicht um eine Position zwischen Polen geht, sondern um deren Abwesenheit.
Praktisch heißt das meist: Pronomen erfragen und den Namen verwenden. Anreden wie sehr geehrte Damen und Herren gehen an der Sache vorbei.
Auf Kontaktplattformen stoßen agender Menschen auf dieselben Hürden wie nichtbinäre: Formulare mit zwei Feldern und Suchfilter, die sie unsichtbar machen. Wo es eine offene Angabe gibt, ist sie deshalb keine Nettigkeit, sondern die Voraussetzung dafür, überhaupt gefunden zu werden.