Die Ausgangslage
Wer viele Nachrichten bekommt, verbringt seine Zeit mit Aussortieren. Wer selbst schreibt, sucht aus. Das ist derselbe Aufwand mit einem völlig anderen Ergebnis, weil man am Anfang steht statt am Ende.
Die Antwortquote ist dabei sehr hoch. Männer, die selten angeschrieben werden, antworten in aller Regel – das ist der praktische Vorteil eines Verhältnisses, das sonst vor allem Nachteile bringt.
Wie diese Nachricht aussieht
Genau wie jede andere gute Nachricht: Bezug, eigener Satz, Frage. Es braucht keine besondere Vorsicht und keinen besonderen Ton – und ausdrücklich keine Zurückhaltung dabei, zu sagen, was man sucht.
Wer klar schreibt, was er will, filtert damit zugleich. Das ist der Nebeneffekt, auf den es ankommt: Eine deutliche erste Nachricht spart drei Runden Herantasten.
- Bezug auf etwas Konkretes im Profil
- Klar sagen, was gesucht wird
- Eine Frage, die zum Antworten einlädt
- Keine Entschuldigung für das Anschreiben
Die Kontrolle behalten
Selbst zu schreiben heißt nicht, danach reagieren zu müssen. Wer merkt, dass es nicht passt, bricht ab – ohne Begründung und ohne das Gefühl, etwas angefangen zu haben, das man zu Ende bringen muss.
Auch die Kontakteinstellungen bleiben davon unberührt: Wer eingestellt hat, dass die erste Nachricht von ihm selbst kommt, kann trotzdem jederzeit selbst schreiben. Die Einstellung betrifft nur die Gegenrichtung.
Womit man rechnen sollte
Einige Reaktionen fallen überschwänglich aus, weil sie ungewohnt sind. Das ist meist harmlos und legt sich nach zwei Nachrichten; wo es nicht aufhört, ist blockieren die richtige Antwort.
Gelegentlich wird eine Nachricht von einer Frau für unecht gehalten. Das sagt mehr über die Erfahrungen des Empfängers mit Werbenachrichten aus als über einen selbst – ein kurzer Satz mit Bezug räumt es meist aus.